ROM – Mein Sommer in der ewigen Stadt
Wie alles anfing…
Diesen Sommer bot sich mir die Chance ein 2 monatiges Praktikum an einer Sprachenschule in Rom zu machen. Ich bin Berlinerin und studiere Italienische Philologie. Ich hatte gerade mein Propädeutikum beendet und somit war der Zeitpunkt perfekt. Trotz der Vorfreude war ich anfangs etwas skeptisch, da ich zuvor noch nie in Italien gewesen war, und gleich für 2 Monate dort zu leben erschien mir unmöglich. Doch jetzt werde ich niemals mehr vergessen, wie ich an einem heißen Samstagabend mit einem 23Kilo schweren Rucksack bepackt in der Nähe des Hauptbahnhofes Termini angekommen bin, alles völlig überfüllt mit Menschenmassen, schnell aufeinander einsprechend, wild gestikulierend, und mittendrin ich, völlig kaputt, aber unglaublich stolz, da ich mir gerade den Weg zur Metro erfragt hatte. In dem Moment erfüllte mich das Gefühl ich könne alles schaffen.
Die Schule…
Natürlich hatte ich mir zuvor unzählige Male die Website der Schule angesehen und die Beschreibungen erschienen mir unrealistisch. Das Gebäude, der Garten, die Mitarbeiter dort.
Doch jetzt, nachdem die Schule mein zweites zu Hause geworden ist, finde ich, die Beschreibungen auf der Website sind in keinster Weise übertrieben.
Die Schule befindet sich in einer wunderschönen Villa und ist umgeben von einem grünen Garten indem man teilweise auch Unterricht hat und indem man andere Sprachstudenten kennenlernt und viel geplaudert und gelacht wird und somit spielerisch die italienische Sprache praktiziert werden kann.
Die Menschen…
Als ich zum ersten Mal die Schule betreten habe, war das Foyer überfüllt mit Leuten aus der ganzen Welt . Die Mitarbeiter des Sekretariats sind sehr herzlich und immer hilfbereit, dass es mir nicht schwer gefallen ist, mich sofort wohzufühlen. Auch die 3 Direktoren sind hier nicht so anonym, wie ich es aus anderen Schulen kenne. Die Lehrer der Schule sind eher Informationsquelle rund um Italien und Ratgeber denn „Lehrer“.
Alle sind immer hilfsbereit und es herrscht eine sehr familiäre Atmosphäre in der Schule.
Für mich, die Schule und Lehrer seit dem Gymnasium angefangen hat zu hassen, war das eine äußerst positive Erfahrung.
Das Praktikum…
Mein Praktikum bestand aus 2 Teilen. Ich habe 4h am Tag im Sekretariat mitgearbeitet und durfte dafür den 4-stündigen Kurs täglich besuchen.
Die Kombination aus Arbeit und Schule ist meiner Meinung nach die Optimalste um die Sprache zu lernen.
Im Unterricht wurde mir die langweilige und nervige Grammatik vermittelt (zugegebenermaßen sehr geschickt und spielerisch verpackt in Diskussionsrunden oder z.B. mit italienischen Filmen und Literatur; der 4-stündige Unterricht war immer sehr schnell vorbei.), während der Arbeit konnte ich dann weiterhin das was ich gelernt habe, aktiv anwenden. Außerdem habe ich einen Einblick hinter die Kulissen bekommen und weiß jetzt ansatzweise, was es heißt eine Schule zu organisieren. Das Arbeitklima ist sehr freundschaftlich und locker, aber trotzdem arbeitet jeder emsig.
Fazit…
Die 2 Monate vergingen wie im Flug. Ich kann es nicht glauben, schon bald meine Koffer packen zu müssen und nach Berlin zurückzukehren. Mit einem halben lachenden Auge und einem und halben weinenden Auge werde ich mein römisches Leben zurücklassen, die liebgwonnenen Menschen, die Schule. Ich habe noch nie so gerne gearbeitet und gelernt wie hier und habe viel mehr als nur die Sprache mitgenommen.
Ich kann jedem raten, wer diese Chance bekommt, ergreife sie, denn wenn ich was gelernt habe dann:
Probieren geht über Studieren!



Hey,
das klingt total toll. Weißt du, ob solche Praktika noch immer angeboten werden oder kannst du mir vlt. den Namen eines Ansprechpartners sagen?
Nach dem Lesen deiner Beschreibung bin ich so begeistert…;)
LG, Anne
Hallo Martens,
bitte entschuldige die späte Antwort!!
Diese Parktika werden direkt aus Deutschland aus organisiert und zwar heisst das Projekt “Europäische Perspektiven”.
Schau mal auf folgender Seite nach http://www.pbe-berlin.de/perspektiv.html
LG, Viola